Vgl. Reuß, a.a.O., S. 11, Anmerkung 25. Mit gutem Grund
spricht Reuß von kontrollierter Mehrdeutigkeit
(S. 9). Unkontrollierte hingegen läßt sich
bei einem Rezensenten der Interpretation von Reuß beobachten
(Gerhard Schulz, Kleist im Käfig. Zur Berliner Ausgabe seiner
Werke, in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 1O. Dezember
1988): "Ihm sei die Seele so wund gewesen, hat Kleist von
sich in den letzten Tagen seines Lebens geschrieben, 'daß
mir, ich möchte fast sagen, wenn ich die Nase aus dem Fenster
stecke, das Tageslicht wehe tut, das mir darauf schimmert'. Ach,
schon um seinetwillen [um des Tageslichts willen? oder doch des
Fensters?] möchte man einer Ausgabe seiner [wessen nun?]
Werke freundlich und freudig begrüßen" etc. Schulz
ist freilich auch der Meinung, daß die 'Verlobung' von "starken
menschlichen und politischen Leidenschaften (...) lebt".
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