Goethe auf dem Wartberg

Sonntag, 28. August 2005, Heilbronn, Wartberg, 16 Uhr


Hier ein paar Fotos von der Veranstaltung

...und er blickte ins Tal und ihm ward sciroccoesk... Mal sehen, was man daraus machen kann.

Vorläufige Veranstaltungsplanung von Kleist-Archiv Sembdner und Literarischem Verein Heilbronn e. V.

I.

Am Vorabend des 28. August 1797, seinem 48. Geburtstag, kam Goethe auf seiner sog. Dritten Schweizer Reise in Heilbronn an. Am Geburtstag selbst fuhr er mit dem Bruder des "Sonnen"-Wirts, bei dem er abgestiegen war (heute: Sülmer Str. 52), auf den Wartberg, wo sie "eben die Sonne als eine bluthrote Scheibe in einem wahren Sirokoduft westlich von Wimpfen untergehen" fanden.

II.

Die Beziehung Goethe - Kleist ist bekannt. Hier sei nur folgendes hervorgehoben: Den Schauplatz des "Käthchen von Heilbronn" dürfte Kleist in die Neckarstadt verlegt haben, weil Heilbronn dank Goethes "Götz von Berlichingen" als Inbegriff der mittelalterlichen Stadt galt. Goethe selbst, der die Uraufführung von Kleists "Zerbrochnem Krug" zu einem Mißerfolg machte, schmiß das "Käthchen" ins Feuer und wollte es nicht aufführen, selbst wenn halb Weimar dies verlangte.

Grund genug für uns, am Sonntag, 28. August 2005, eine Veranstaltung – wieder mal "der anderen Art" – gemeinsam mit dem Literarischen Verein Heilbronn zu planen: Ziemlich zivil trifft man sich an diesem denk-würdigen Tag auf dem Wartberg (wenn's geht, draußen), die Goetheschen Äußerungen werden von einem nicht-verkleideten und nicht-professionellen Sprecher vorgelesen. Anschließend geht man wieder heim. - Bei Regen fällt die Veranstaltung nicht aus (auch wenn keine Sonne als "bluthrote Scheibe" und kein "wahrer Sirokoduft" zu erwarten).

III. Zeitplan

16 Uhr Dr. Peter Staengle (Heidelberg) und Prof. Udo Kretzschmar (Heilbronn) lesen aus Goethes Reisetagebuch (27./28. August 1797)
Pause
Bei Bedarf: Interessierte Besucher lesen Texte von Goethe und Schiller
Danach: Blick gegen Wimpfen (bluthrot, Sirokoduft??), Ende der Veranstaltung

IV. Literatur

Goethe in Heilbronn. Hrsg. von Günther Emig und Brigitte Schillbach. Zu 4 Euro in der Stadtbibliothek Heilbronn erhältlich (Tel. 07131-56 2663). Bei Lieferproblemen bitte Rückmeldung an Kleist-Archiv Sembdner (Tel. 07131-56 2668) - wohin man auch alle Ideen vertrauensvoll richte...


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