21. Mai 2004, Jagsthausen. Anmeldung und Kontakt: E-Mail schicken
Mit freundlicher Unterstützung der Burgfestspiele Jagsthausen
Kleists Erzählungen und Dramen spitzen sich immer wieder in Verhörssituationen zu. Die Erkenntnisse, die dabei zu gewinnen sind, kommen aber nicht nur von den Lippen der Verhörten, sondern auch über andere Zeichen: Stocken, Erröten, Weinen, Fehlleistungen. Diese Zeichen haben nicht erst die Psychoanalytiker für ihre Erkenntnisse genutzt, sondern sehr viel früher bereits die Juristen im alten Strafprozeß. Der Vortrag soll deutlich machen, wie konsequent Kleists dramatische Verhöre die Theorie und Praxis der Zeugenvernehmung im Strafverfahren anwenden. Weiter soll gezeigt werden, daß das Verhör nicht nur ein juristisches Verfahren der Datenerhebung ist, sondern auch von Wissenschaftlern und Pädagogen genutzt wurde.