"Amphitryon! Das faßt kein Sterblicher."

Interdisziplinäres Kolloquium des Kleist-Archivs Sembdner, Heilbronn

21. Mai 2004, Jagsthausen. Anmeldung und Kontakt: E-Mail schicken
Mit freundlicher Unterstützung der Burgfestspiele Jagsthausen


Prof. Dr. Jürgen Grimm

Molières mythologische Komödie "Amphitryon" und ihre Besonderheiten


Molière behandelt in seinen Komödien in den meisten Fällen aktuelle Themen und dies meist in kritischer Perspektive: "Die lächerlichen Preziösen", "Tartuffe", "Der Menschenfeind", "Die Schule der Frauen" und wie sie alle heißen. Der "Amphitryon" ist unter seinen mehr als dreißig Komödien die einzige, in der der Autor einen Stoff des antiken Mythos aufgreift. Die Mehrzahl von Molières Komödien sind darüber hinaus entweder in Prosa geschrieben, oder aber der Autor verwendet - in seinen 'großen' Komödien - den aus zwölf Silben bestehenden parweise gereimten Alexandriner. Einzig im "Amphitryon" verwendet er den sog. 'Verse libre', d. h. den Freien Vers, bei dem Vers- und Reimform beliebig miteinander kombiniert werden können. So frei, wie er im "Amphitryon" mit der Form spielt, spielt er auch mit Jupiter und dem Mythos.


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