Kleist-Archiv Sembdner, Heilbronn Pressemeldung Nr. 81 - 4. 8. 2004 (Sie finden diese und frühere Pressemeldungen unter www.kleist.org/presse) --------------------------------------------------------- Verehrte Kollegin, geehrter Kollege, mit der Bitte um Bekanntgabe (und auch zur Weitergabe an die Zuständigen "vom Termin"!). Wir hoffen inständig, daß diese Meldung heute von Druck- und Terminfehlern frei sein möge. Das Überschreiben und Aktualisieren von vorhandenen Texten hat schon seine Mucken, wie Sie vielleicht in den vergangenen Tagen immer wieder gemerkt haben. Mal was zu unseren "Erfolgszahlen": Wir rechnen pro Veranstaltung, halbwegs ordentliches Wetter vorausgesetzt, mit 100 bis 150 Besuchern. Klar, zu den Kastelruther Spatzen kommen vielleicht ein paar mehr, aber für qualifizierte Literaturveranstaltungen, bei denen es nichts zu "veschpern" gibt, auch keine Halbe oder Apfelsaftschorle, und die auch noch Niveau haben, ist das schon ein Phänomen. Was unserer Meinung nach beweist, daß man, Originalität und Ideen vorausgesetzt, durchaus seine Klientel finden kann. - Was sage ich: Klientel? Fan-Gemeinde! Was sich dann auch in unserer Spendenkasse wohltuend niederschlägt... Doch jetzt zum heutigen Text, den zu kommunizieren wir Sie herzlich bitten wollen: Liebe. Was sonst. Eine Veranstaltungsreihe des Kleist-Archivs Sembdner Achter Tag Franz Blei (1871-1942) · Abschied von der Liebe Guy de Maupassant (1850-1893) · Die Beichte einer Frau Gelesen von Cornelia Bielefeldt Donnerstag, 5. August 2004, 17 Uhr. Heilbronn, Hefenweiler (bei Regen: Zigarre, Achtungstr. 37) Franz Bleis Geschichte beginnt wie das Pfeifen im dunklen Keller: "Es gibt Männer, die im Alter jünger werden. Der Baron brauchte weder den Stehspiegel, der ihm jeden Morgen nach dem Bad dies sagte, noch die weniger zuverlässigen Begrüßungen länger nicht gesehener Bekannter, diese Versicherungen: 'Sie werden von Tag zu Tag jünger, lieber Baron.'" Und endet so, wie es halt mal endet: "Man erntet nicht immer dort, wo man gesät hat, dachte er im Versuche, sich auf den Gemeinplatz einer Frivolität zu retten." Ein Stück Melancholie schwingt mit in dieser Erzählung, die auf subtile Art das Thema Alter berührt. Und Maupassants "Die Beichte einer Frau" ("Confessions d'une femme"), 1882 unter dem Titel "L'Affût" und unter dem Pseudonym "Maufrigneuse" gedruckt, die in ihrem psychologischen Einfühlungsvermögen Franz Blei in nichts nachsteht. Der Ehemann, der ein mörderisches Spiel mit seiner zu Unrecht der Untreue verdächtigten Frau treibt. Mit durchschlagendem Erfolg: "Und von diesem Augenblick an habe ich gewußt, daß ich meinen Mann betrügen würde." Tableau. Black out. Liebe. Was sonst. Ein Projekt des Kleist-Archivs Sembdner gemeinsam mit Cornelia Bielefeldt. 12. Juli bis 12. August 2004, montags und donnerstags, 17 Uhr. Heilbronn, Hefenweiler (beim Insel-Hotel). Bei Regen: Zigarre, Achtungstr. 37 Weitere Infos: www.kleist.org/liebe In diesem Sinne, mit allen guten Wünschen Ihr Günther Emig --------------------------------------------------------- Impressum: Kleist-Archiv Sembdner · Direktor: Günther Emig · Berliner Platz 12 (Theaterforum K3) · D-74072 Heilbronn · E-Mail: kleist@kleist.org · Fax (07131) 56-3699 · Tel. (07131) 56-2668 · Internet: www.kleist.org