Käthchen und Schroffenstein als Themenschwerpunkte
Heilbronner Kleist-Blätter Nr. 11 erscheinen am 27. Juni
"Käthchen von Heilbronn" und "Die Familie Schroffenstein" heißen die beiden Schwerpunkte der 1996 gegründeten "Heilbronner Kleist-Blätter", die mit Ausgabe 11 Ende des Monats erscheinen und die das zehnjährige Bestehen des weltweit bekannten Heilbronner Kleist-Archivs Sembdner (21. August) einleiten.
Schwerpunkt Käthchen:
Das – nach Anlaufschwierigkeiten - "Zug- und Kassenstück des 19. Jahrhunderts", das zuletzt 1977 in Heilbronn inszeniert wurde und mit dem das Komödienhaus am 27. Juni eröffnet wird, hat eine lange Bühnentradition.
- Dr. Lothar Schirmer (Stadtmuseum Berlin) zeichnet die Aufführungsgeschichte in Berlin von 1824 (Graf Brühl, Bühne: Schinkel) bis 1991 (Thomas Langhoff) nach. Der Beitrag enthält mehrere ganzseitige Abbildungen, u. a. vom ersten Berliner Käthchen Luise von Holtei über Max Reinhardts Aufführung von 1905 und Johanna von Koczian (Käthchen, Schillertheater 1957) bis zur Inszenierung am traditionsreichen Deutschen Theater 1991.
- Prof. Dr. Monika Meister (Theaterwissenschaftliches Institut der Universität Wien) beschäftigt sich mit der vielbeachteten Inszenierung von Andrea Breth am Burgtheater in Wien und kommt zum Schluß, daß damit "neue Maßstäbe in der Aufführungsgeschichte" gesetzt worden sind. (Premiere war am 28. April. - Mit 17, z. T. farb. Szenenfotos)
- Manuel Soubeyrand ist Intendant am Schauspielhaus Chemnitz. Er hat das „Käthchen“ am 21. April auf die Bühne gebracht. In seinen Notaten reflektiert er einige Ideen seiner Inszenierung. (Mit 3 farb. Szenenfotos)
- Käthchen auf Reklamebildern: Detlef Lorenz hat ein Buch über den Zusammenhang von Sammelbildern und Kunst veröffentlicht („Reklamekunst um 1900. Künstlerlexikon für Sammelbilder“. Berlin 2000). Er ordnet unseren Farbabbdruck der sechs Liebig-Käthchen-Bilder von 1896 in den kultur- und werbegeschichtlichen Zusammenhang ein. (Die im Maßstab 1:1 farbig reproduzierten Bilder erscheinen zugleich als Postkartensatz)
Die Familie Schroffenstein:
- Das frühste Kleistsche Theaterstück, das erste, das überhaupt auf die Bühne kam (Graz 1804). Dr. Stephan Bock, als Dramaturg beteiligt an der legendären Peymannschen Inszenierung der Hermannsschlacht in Bochum 1982 und durch einen monumentalen Brecht-Essay hervorgetreten, liest das Werk aus poetischem Blickwinkel neu.
Dazu, wie in jeder Ausgabe, Rezensionen, Termine, Informationen.
Erhältlich sind die Heilbronner Kleist-Blätter (175 Seiten, Gr.8°) im Buchhandel oder direkt beim Kleist-Archiv Sembdner, Berliner Platz 12, 74072 Heilbronn. Fax (07131) 56-3699. E-Mail: kleist@kleist.org
Preis für Ausgabe 11: 10,- DM. Sonderpreis für die Ausgaben 1-10: zusammen 75,- DM.
PS: Interessierte Redaktionen, die vorab berichten wollen, erhalten die Heilbronner Kleist-Blätter 11 auf Wunsch auf CD-ROM (pdf-Datei) oder – aber nur wenn‘s sein muß - in einem Paperausdruck. Anfragen bitte telefonisch (07131-56 2668), per Fax (07131- 56-3699) oder per E-Mail (kleist@kleist.org)
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