Über Kleists "Prinz Friedrich von Homburg" und seine aktuelle Inszenierung am Theater Heilbronn diskutieren im Anschluß an die Aufführung am 16. Dezember 1998 ab 22.15 Uhr im oberen Foyer des Theaters Intendant Klaus Wagner, Regieassistent Ralph Baedeker, Dramaturgin Eva Liebendörfer, Mitglieder des Ensembles sowie Dr. Fritz Hackert. Der mit Heilbronn familiär eng verbundener Fritz Hackert, Akademischer Direktor an der Universität Tübingen, ist ausgewiesener Kleist-Spezialist im allgemeinen und "Homburg"-Spezialist im besonderen. Unter anderem hat er 1979 Reclams "Erläuterungen und Dokumente" zu Kleists "Homburg" herausgegeben.
Die Heilbronner Inszenierung betont vor allem die Traum-Konstruktionen des Stücks, ohne seine politischen Implikationen auszublenden. Kleists Preußen-Bild wird daher ebenso angesprochen wie die zahlreichen biographische Bezüge, die das lange Zeit als unpreußisch geltenden Drama des ehemaligen Offiziers und Käthchen-Dichters durchziehen. Initiiert wird dieses Gesprächsrunde mit Publikum vom Kleist-Archiv Sembdner der Stadt Heilbronn. Der Eintritt ist frei.
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