Der Autor Daniel Kehlmann ("Die Vermessung der Welt") habe als Vertrauensperson der Jury Goldt für die Auszeichnung benannt, teilte die Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft mit. Der 1958 in Göttingen geborene Goldt habe als Kolumnist der Zeitschrift "Titanic", Essayist und Prosakünstler den deutschen Alltag bis "zur Kenntlichkeit entstellt", hieß es zur Begründung. Mit seinem Witz, Scharfsinn und ästhetischen Urteilsvermögen sei er dem Sprachkritiker Karl Kraus (1874-1936) vergleichbar. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis soll Goldt am 23. November 2008 in Berlin verliehen werden.
Goldt lebt seit 1977 in Berlin. 1981 gründete er zusammen mit Gerd Pasemann das Duo "Foyer des Arts" und galt mit Songs wie "Wissenswertes über Erlangen" oder "Hubschraubereinsatz" als einer der Stars der Neuen Deutschen Welle. Als Schriftsteller wurde er mit mit schönen Titeln bekannt wie "Mein äußerst schwer erziehbarer schwuler Schwager aus der Schweiz" (1984), "Quitten für die Menschen zwischen Emden und Zittau" oder "Schließ einfach die Augen und stell dir vor, ich wäre Heinz Kluncker" (1994). Zuletzt erschienen "Vom Zauber des seitlich dran Vorbeigehens" und "QQ".
(Quelle: Hinweis unseres Agenten PS, 7. 4. 2008)Die Reden der Kleistpreisträger erscheinen üblicherweise im nächsterreichbaren Kleist-Jahrbuch, im Fall Goldt also etwa Ende 2008.
... gibt es frühestens nach der Preisverleihung
siehe den Eintrag in der Wikipedia