Kunst und Künstlichkeit – Über das Marionettentheater
Szenische Konzerte mit Tanz über "Das Marionettentheater" von Heinrich von Kleist

In seinem Text "Über das Marionettentheater" befasst sich Kleist mit der ästhetischen Grundfrage, wo der "wahre" Künstler zwischen den beiden gegensätzlichen Positionen ursprünglicher Natürlichkeit und elaborierter Kunstfertigkeit anzusiedeln sei. Anlässlich Kleists 200. Todestages im Jahr 2011 komponiert Isabel Mundry das Konzert Kunst und Künstlichkeit für Instrumental- und Vokalensemble, Tänzer und Sopranistin, mit dem sie die Problematik von Kleists Essay aufnimmt und das Verhältnis von Mensch, Maschine, Kunst und Natur umkreist. Text, Musik und Tanz greifen auf vielschichtige Weise ineinander und überlagern sich, im facettenreichen Spiel von Bild und Abbild erfahren sie verschiedene Formen der Verkünstlichung bis hin zur Digitalisierung. Die Komposition thematisiert und erfährt gleichermaßen einen Prozess der Reflexion und Differenzierung; und vollzieht damit, wovon der Text erzählt: eine komplexe Selbstspiegelung. Der Aufführung in Thun im Rahmen der Kleist-Feierlichkeiten folgen weitere Aufführungen an Lebens- und Wirkungsstätten Kleists.

Künstlerische Leitung: Isabel Mundry, Komponistin und Jörg Weinöhl, Tänzer & Choreograph
Tanz: Jörg Weinöhl
Musik: Ensemble Recherche, Vokalensemble Zürich (CH)
Dramaturgie: Anett Lütteken (CH)
Sängerin: Petra Hoffmann

Veranstaltungsorte und -zeitraum:
Schlosskonzerte Thun (Schweiz), 3. Juni 2011
Züricher Festspiele (Schweiz), 25. Juni 2011
Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf / Duisburg

Kontakt:
Projektteam „Kunst und Künstlichkeit“
Stallikerstrasse 1
CH-8142 Uitikon Waldegg
Schweiz

(Quelle: http://www.kulturstiftung-des-bundes.de/cms/de/programme/kleist_jahr_2011/kunst_und_kuenstlichkeit.html, 28. 12. 2010)