Kleist: Krise und Experiment
Kulturgeschichtliche Ausstellung im Rahmen des Kleist-Jahres 2011

Die Schau "Kleist: Krise und Experiment" inszeniert Leben, Werk und Persönlichkeit des Literaten zeitgleich an zwei Standorten, die für das Leben des Dichters als Geburts- und Sterbeort bedeutungsvoll waren: in Frankfurt (Oder) und in Berlin. Kleists wechselvolles Leben wurde von zahlreichen Krisen und Katastrophen geprägt, denen er mit verschiedenen Experimenten in Form ständig wechselnder Lebensentwürfe und Projekte begegnete. Der Berliner Teil der Ausstellung führt Kleists Biografie in drei "Katastrophenräumen" vor Augen – zu Kleists Erfahrung als Kindersoldat, dem Untergang Preußens und dem endgültigen Selbstmord. Die Frankfurter Schau hingegen widmet sich Kleist und den Medien; sie vermittelt einen Überblick über seine vielfältigen Kommunikationskanäle und die Medienprodukte, die daraus hervorgegangen sind. Die Szenografie der Ausstellung arbeitet mit bühnenbildartigen Aufbauten, kombiniert mit Künstlerarbeiten, Originalexponaten sowie Handschriften von Kleist und seinen Zeitgenossen. Zahlreiche Begleitveranstaltungen mit kulturwissenschaftlichen und -geschichtlichen Themen, in Gesprächen und Vorträgen von Künstlern und Wissenschaftlern, mit Kleist-Verfilmungen, Lesungen oder Musikabenden mit Kleist-Vertonungen vermitteln die Modernität und Aktualität Kleists sowie die Bedeutung seines kulturellen Erbes.

Wissenschaftliche und kuratorische Leitung: Prof. Dr. Günter Blamberger, Stefan Iglhaut
Veranstaltungsorte und -zeitraum:
Ephraim-Palais, Stadtmuseum Berlin
und Kleist-Museum, Frankfurt (Oder)
21./22. Mai 2011 bis 29. Januar 2012

(Quelle: http://www.kulturstiftung-des-bundes.de/cms/de/programme/kleist_jahr_2011/kleist_krise_und_experiment_4134_11.html, 28. 12. 2010)