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Veranstaltung 

Titel:
Auf bald, im Paradies (À bientôt, au paradis)
Wann:
06.10.2011
Wo:
Müncheberg - Schinkelkirche - Müncheberg
Kategorie:
Theateraufführungen

Beschreibung

Kleist 2011

Auf bald, im Paradies (À bientôt, au paradis)

Mobiles Erzähl-und Musiktheaterprojekt
nach Motiven der Erzählung "Wir sehn uns wieder in der Ewigkeit -
Die letzte Nacht von Henriette Vogel und Heinrich von Kleist“ (dtv 2011)
von Tanja Langer mit Musik von Rainer Rubbert

Künstlerische Leitung / Erzählerin: Tanja Langer ( plus Schauspielerin /Übersetzerin)
Musik/Komposition: Rainer Rubbert
Bildnerische Ausstattung: Christiane Wartenberg
Mit Ensemblemitgliedern des Young Asian Chamber Orchestra Berlin sowie Martin Schneuing (Piano) unter der Leitung von Ya-Ou Xie
Gesang: Claudia Herr/ Gesa Hoppe, Thorbjörn Björnsson, Stephan Bootz
Organisation/ Videodokumentation/web: Tatjana Brode/colornoise
Organisation Frankreich: Harry Louiserre
Jeweils variabel: 2-4 SängerInnen / bis zu 6 MusikerInnen
(kleines Format – großes Format)

Heinrich und Henriette nehmen die Kutsche in Berlin-Mitte und fahren nach Wannsee; sie verbringen ihre letzte Nacht auf Erden im Gasthof Stimming, um sich am nächsten Nachmittag, am 21.11.1811 gemeinsam zu erschießen. Was geschieht in dieser letzten Nacht? Worüber sprechen die beiden? Woran erinnern sie sich?

Die Erzählerin (Tanja Langer / Schauspielerin/ Übersetzerin) nimmt die ZuhörerInnen mit auf diese sonderbare Reise; und während in ihrer Vorstellungskraft allmählich die Figuren Gestalt annehmen, tauchen sie im realen Raum auf, und zwar singend. Sie verschwinden, Klänge ertönen, musikalische Hinweise, Spuren, bis sie erneut auftauchen; doch dazwischen geht es immer wieder um die Magie des Erzählens.

Ausgehend von einer Handvoll von Dokumenten entwickelt die Berliner Schriftstellerin Tanja Langer ihre Phantasie der letzten Nacht, deren Erinnerung das Fort de Joux von Kleists Gefangenschaft in Frankreich berührt, wo ihn der haitianische Maler Émile Liberté porträtiert und ihm vom Rebellenführer Toussaint Louverture berichtet, aber auch die Liebeshändel und toten Kinder der Henriette Vogel, ihre Einsamkeit und andere Momente des Lebens umschließt, beider Wünsche und Scheitern.

Das Erzähltheater (inspiriert von Robert Lepage u. a.), das nahtlos in die Musik übergeht und mit Echos arbeitet, macht außer den SängerInnen auch die MusikerInnen zu Akteuren. Licht und Schatten, Elemente eines Papiertheaters und bewegliche künstlerische Spielobjekte aus (rostigem) Blech schaffen einen eigenen Raum, der sich den örtlichen Gegebenheiten jeweils anpasst. Jede Aufführung wird damit einzigartig. Tanja Langer greift für dieses Projekt auf ihre Erfahrungen als Regisseurin in der Freien Szene Berlin zurück, die sie in den frühen Neunziger Jahren gesammelt hat.

Rainer Rubbert, für dessen Oper „Kleist“ (UA 2008 Brandenburg/Havel) Tanja Langer das Libretto schrieb, erarbeitet eine Komposition aus Liedpartien, Duetten und „Klangspuren“ (Flex, Radio, Blech, Piano, Gesangspartikel), die sich in den intimen Charakter des Erzählens einfügen. Die bildende Künstlerin Christiane Wartenberg baut Elemente aus geschöpftem Papier (weiß) und Blech (rostig/nicht rostig) die sowohl den Raum (die Spielräume) definieren als auch für das Spiel und die Klänge benutzt werden und leicht zu transportieren sind.

Das Projekt soll in Berlin in einer Nukleusversion in der „Hauptstadtoper“ und im Institut Français im April sowie zur Premiere der „großen Version“ im Mai in der „Villa Elisabeth“ (Partnerin der Sophiensäle) aufgeführt werden; anschließend auf einem Loose-Gehöft im Oderbruch (nahe der polnischen Grenze) bei den „Kunstloosen Tagen“ (4./5.Juni); beim Festival „48 Stunden Neukölln“; später im Herbst gibt es eine Aufführung in der Mendelssohn-Remise in der Nähe des Gendarmenmarkts, nahe Kleists Wohnung, ebenso in der Schinkelkirche in Müncheberg und, am Todestag selbst (bzw. am Abend zuvor 20./ 21.11.) auf dem Ruinengelände des Hotels in Wannsee, an dessen Stelle sich der „Gasthof Stimming“ befand (in Kooperation mit der „Mutter Fourage“) sowie im lcb (Literarisches Colloqium).

Wir sind zur „Sommerakademie“ (Tanz- und Theaterfestival) in der renommierten Villa Dedecius in Krakau eingeladen, und mit dem Fort de Joux in Frankreich und anderen Festivals im Gespräch. An diesen Orten wird die Erzählerin jeweils von einer Schauspielerin der Landessprache begleitet.

Als Medienpartnerin wird uns der rbb begleiten!

http://www.tanjalanger.de/
http://www.rainer-rubbert.de/
http://www.kunst-im-oderbruch.de/wartenberg/wartenberg.html
http://www.die huette.org
http://www.youtube.com/watch?v=Pst9HCQnUTs
http://www.claudiaherr.de/
http://www.kschmidtberlin.de/YACOB/yacob.html
http://www.colornoise.com
http://www.sophien.de/pages/kulturbuero-sophien/kulturbuero-start.php

(Mitteilung/Stand: 11.11.2010)

Veranstaltungsort

Ort:
Müncheberg - Schinkelkirche
Stadt:
Müncheberg
Land:
Land: de