Kleist-Newsletter aus Heilbronn - Februar 2012
Liebe Freunde des Kleist-Archivs Sembdner,
inzwischen scheint sich der Rhythmus dieses Newsletters auf drei Monate einpendeln zu wollen – der letzte stammt vom November 2011, in dem ich Sie über zwei Neuerscheinungen (Martin Maurach, "Ein Deutscher, den wir erst jetzt erkennen". Heinrich von Kleist zur Zeit des Nationalsozialismus, 564 Seiten, 20 Euro, und Klaus Kanzog, Heinrich von Kleist. Spurensuche, Textzugänge, Aneignungen. Gesammelte Schriften aus den Jahren 1968-2011, 560 Seiten, 20 Euro) informiert habe.
Heute will ich den Anschluß herstellen und über gleich drei weitere Neuheiten berichten, nämlich
1. "Über unserer Kleist-Ausgabe steht schon ein rechter Unstern"
Der Briefwechsel zu Helmut Sembdners Edition der "Sämtlichen Werke und Briefe" Heinrich von Kleists von 1952. Mit einer Einleitung und einem Kommentar herausgegeben von Moritz Ahrens. 217 Seiten, davon 42 Farbseiten. Reihe "Heilbronner Kleist-Editionen", Band 2. Gr.8°, ISBN 978-3-940494-49-8, 10 Euro.
135 Briefe, Karten und Dokumente zeigen nicht nur die Schwierigkeiten bei der Entwicklung dieses besonderen Klassiker-Ausgabe-Typs, sie geben auch exemplarisch Einblick in die Bedingungen bundesrepublikanischer Buchproduktion zu Beginn der 1950er Jahre. Stellvertretend für mehrere positive Besprechungen zwei Stellen aus der FAZ: "wissenschaftsgeschichtlich höchst aufschlussreicher Briefwechsel, faszinierendes Briefgespräch".
2. Günther Emig und Peter Staengle:
"Wir mußten wieder einmal sehr schnell handeln"
Die Neugründung der Kleist-Gesellschaft 1960. Mit einem Inhaltsverzeichnis der Kleist-Jahrbücher 1980 bis 2010. Reihe "Heilbronner Kleist-Blätter apart", Band 2. 84 Seiten, Großformat, ISBN 978-3-940494-50-4, 8 Euro.
Ein Krimi in der "Frontstadt" Berlin im Jahr 1960: Reaktionäre Kräfte wollen die Kleist-Gesellschaft neu gründen. Das muß mit allen Mitteln verhindert werden. Die vorliegende Dokumentation zeichnet dieses Kapitel der Wirkungsgeschichte Kleists höchst anschaulich nach.
3. Heilbronner Kleist-Blätter 23
Das Jahrbuch aus Heilbronn. 274 Seiten, davon 28 Farbseiten, Gr.8°, ISBN 978-3-940494-53-5, 20 Euro.
Verspätet für November 2011 angekündigt, sind sie jetzt mit neuem Untertitel erschienen, nachdem es sich inzwischen um dicke Bücher handelt und nicht um ein paar kopierte Seiten, wie man vermuten könnte. Der Akzent liegt wieder auf der Wirkungsgeschichte des Dichters. Die beigegebene Kleist-Bibliographie verzeichnet diesmal um die 450 (!) bibliographische Einheiten. - Um diesen Newsletter nicht über Gebühr lang werden zu lassen, verweise ich Sie auf die Inhaltsangabe in unserem Buch-Shop: Hier klicken.
Heilbronner Kleist-Blätter 17
2. Auflage. 217 Seiten, 15 Euro
Nach HKB 22 ist dies die zweite HKB-Ausgabe, für die eine Neuauflage erforderlich wurde. Enthalten sind u. a. die Akten im Verfahren gegen den Dorfrichter Adam wegen Freiheitsberaubung, sexueller Nötigung, Amtsmißbrauch usw. vor dem Landgericht Osnabrück – eine Steilvorlage für jeden, der etwas PR-mäßiges zum "Zerbrochnen Krug" aus dem Ärmel zaubern muß.
Überarbeiteter Internetauftritt
www.kleist.org, seit 1996 im Netz, ist die älteste und inhaltsreichste Seite zu Kleist. Zur Zeit versuche ich die statischen HTML-Seiten in ein Content-Management-System zu überführen - wie üblich, nebenbei und ohne daß das irgendwen etwas kostet. Eine Testinstallation ist im Augenblick noch auf meiner privaten Seite gehostet (www.guenther-emig.de/hvk) und kann dort kritisch beäugt werden. Hinweise jeder Art werden dankbar entgegengenommen, zumal ich noch mitten beim "Migrieren" bin.
Damit und mit den besten Wünschen aus Heilbronn verabschiedet sich
Ihr Günther Emig
Ach ja, unsere Neuerscheinungen wie auch alle übrigen Kleist-Titel kann man "konventionell" (Brief, Telefon, Fax, Mail) und über unseren Web-Shop bestellen: www.kleist.org/publikationen
Kleist-Archiv Sembdner · (Direktor: Günther Emig) · Berliner Platz 12 · D-74072 Heilbronn · Tel. (0 71 31) 56-26 68 · E-Mail: kleist@kleist.org · www.kleist.org · www.kleist2011.de