(c) 2004 Günther Emig, Kleist-Archiv Sembdner, Heilbronn
Jahrzehntelang hat man in Heilbronn das Käthchen als Sinnbild für ein schmuckes Bürgermädchen gewählt. Seitdem aber durch die Nachforschungen des Kleist-Archivs Sembdner zweifelsfrei feststeht, daß Katharina Friedeborn (so ihr standesamtlicher Name) keine mittelständische Handwerkertochter, sondern in Wahrheit eine Adlige ist, nämlich die Tochter des Kaisers, hat der Heilbronner Verkehrsverein die Konsequenzen daraus gezogen und die Wahlmodalitäten für die am 22. April 2006 stattfindende Käthchenwahl geändert. Zur Bewerbung sind jetzt nur noch Personen zugelassen, die ein "von" im Namen haben, also zum Beispiel Nicole von Böckingen, Nadine von Frankenbach oder Michaela von Horkheim. Am Grundsatz, daß das Käthchen weiblich sein muß, hält man indessen weiterhin fest.
(Quelle: Pressemeldung vom 1. 4. 2006)