Märkische Oderzeitung, Frankfurt, 12. 12. 2005
(aus: Kleist-Archiv Sembdner der Stadt Heilbronn, Zeitungsausschnittsammlung)
Oberbürgermeister Martin Patzelt lässt jetzt die ersten zwei Zusatzschilder "Kleiststadt Frankfurt (Oder)" anfertigen. Diese sollen auf den Begrüßungstafeln "Freundliches Frankfurt" an den Haupteingangsstraßen der Stadt montiert werden. Finanziert werden diese beiden Schilder aus dem Erlös einer Tombola, die anlässlich eines Gala-Abends im City Park Hotel veranstaltet wurde. Dabei waren immerhin 1000 Euro zusammen gekommen und an den OB übergeben worden.
Patzelt hofft auf weitere Sponsoren, um die Aktion weiterführen zu können. Eine Hilfszusage habe bereits die Familie von Kleist gegeben, sagte der OB. Patzelt unterstützt das Vorhaben, den Namen des bedeutendsten Sohnes der Stadt stärker hervorzuheben. Weitere Schilder mit dem Zusatz Kleiststadt würden immer nach der jeweiligen Finanzierung aufgestellt. Geld aus dem Stadthaushalt gebe es dafür aber nicht.
Die Verwaltung, so der Oberbürgermeister, habe einen wichtigen Anteil geleistet, stärker mit dem Namen Kleist für Frankfurt zu werben. Das Stadtlogo, der Internetauftritt, Frankierstempel und die Visitenkarten der Verwaltungsmitarbeiter seien um den Zusatz Kleiststadt ergänzt worden.
Außerdem verweist der OB auf den Kleist-Förderpreis für junge Autoren, der neben einer finanziellen Prämie auch eine Aufführungsgarantie für das prämierte Stück vorsieht. Da diese Aufführungen an renommierten deutschen Bühnen erfolge, sei dies auch eine gute Werbung für Frankfurt, ist Patzelt überzeugt. Zumal einige der ausgezeichneten Stücke mittlerweile auch auf anderen europäischen Bühnen gezeigt würden.
Für weitere Ideen, die Präsenz von Kleist in der Stadt zu erhöhen, den Namen als Werbeträger für die Tourismusförderung zu nutzen, sei die Verwaltung aufgeschlossen.