In: Märkische Oderzeitung, Frankfurt, 13. 11. 2003
(aus: Kleist-Archiv Sembdner der Stadt Heilbronn, Zeitungsausschnittsammlung)
(MOZ) Seit 1999 hat Frankfurt (Oder) das Recht, den Zusatz Kleiststadt zu tragen. Das hat das Innenministerium des Landes damals auf Antrag der Stadt genehmigt. Umgesetzt worden ist die Regelung bis heute nicht.
Kleiststadt Frankfurt (Oder) - bereits 1998 haben sich die Frankfurter Stadtverordneten nach heftigen Diskussionen das Recht erkämpft, mit dem Namen des wohl größten Sohnes der Stadt zu werben. Ab 1. Januar 1999, so hatte es damals das Potsdamer Innenministerium bestätigt, dürfe die Stadt die Zusatzbezeichnung verwenden, ohne dass diese offizieller Bestandteil des Namens ist.
Doch weder die Ortseingangsschilder wurden geändert, noch das Briefpapier der Stadtverwaltung. Aus Kostengründen sollten da erst die Altbestände aufgebraucht werden. Dass es also keinen sofortigen Handlungsbedarf für die Änderung von Papieren gab, ist vielleicht ein Grund dafür, dass der Beschluss in Vergessenheit geriet. Dieser ist er jetzt entrissen.